15 Internationale Künstler lassen ihre Seele in Landschaften sprechenDie Künstlerin Eli Schläppi stellt ihren außergewöhnlichen Pinsel dem Direktor Nour Nouri von Pashmin Art Consortia vor.

Bereits der Titel Seelenlandschaften lässt den tiefgreifenden künstlerischen Rahmen der Interpretationen in den Werken erahnen, die in der jüngsten Ausstellung zeitgenössischer Kunst in den Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz zu sehen sind.
Die ursprünglich aus der Schweiz stammende, seit 2020 in Hamburg wirkende Malerin und Zeichnerin Eli Schläppi gehörte zu den internationalen Künstlern, die es sich anlässlich der Ausstellungseröffnung im Unteren Schloss nicht nehmen ließen, über ihre Emotionen bei der Entstehung der gezeigten Werke und ihr künstlerisches Schaffen zu sprechen.
„Ich habe meinen kleinsten Pinsel mitgebracht, mit dem ich vor 40 Jahren das Malen begonnen habe und meinen größten Pinsel, mit dem nach wie vor meine Werke mit Tusche gestaltet werden“, erklärte Eli Schläppi während ihrer persönlichen Vorstellung am Abend der Vernissage, am 3. Oktober. „Bevor ich Künstlerin wurde praktizierte ich selbstständig als diplomierte Naturärztin in Baselland, Schweiz – bevor ich eine Naturärztin wurde, war ich auf dem Weg eine Grafikerin zu werden. Doch bevor ich eine Grafikerin werden wollte, besuchte ich das musisch künstlerische Gymnasium. Ich betrachte die Welt und bringe sie innerlich kontinuierlich in meinen Bildern zum Ausdruck. Die Begeisterung für das Zeichnen war schon immer ein Teil von mir, die Malerei kam im Gymnasium dazu. Mit vierzehn Jahren entdeckte ich das Kunstmuseum Basel. Es war für mich eine echte Erleuchtung“, erklärte die heute 70jährige, überaus aktive Frau, die noch drei Tage vor ihrem Greiz-Besuch in Lappland weilte und vom Besuch der Park- und Schlossstadt überaus begeistert war. „Ich hatte während meiner Stadtbesichtigung ein wunderbares Erlebnis. Ich wollte mir unbedingt die Orgel in der Stadtkirche ansehen und stand vor verschlossener Türe. Zufällig traf ich auf der Straße den Küster, der mich einließ und ich zu meinem Erstaunen der Probe zur Beethovens 9. Sinfonie beiwohnen durfte“, schwärmte die Künstlerin, die sich wie die weiteren beteiligten Künstler darüber freute, dass an dieser von der Hamburger Galerie Pashmin Art Consortia gemeinsam mit den Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz teilnehmen zu können. Insgesamt 99 Bilder umfasst die Ausstellung, davon sind acht großformatige Werke im Oberen Schloss zu sehen. Musikalisch wurde die Vernissage vom Pianisten Alvaro Baltasan umrahmt. Die Ausstellungen im Unteren- und Oberen Schloss sind bis zum 22. November zu sehen.
Im kommenden Jahr ist mit der Hamburger Galerie Pashmin Art eine kunsthistorische Ausstellung zum Thema China in Greiz mit historischen Objekten verschiedener Genre geplant, die gegenwärtig in Paris gezeigt wird. Die Museen der Residenzstadt Greiz wird sich im Gegenzug mit seinen Schlössern, der Kunst- und Kulturgeschichte sowie Künstlern in China präsentieren, informierte der Greizer Museumsleiter Rainer Koch abschließend.